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EREMA entdeckt, was in den Unternehmensdaten steckt – mit Qlik

Der Maschinenbauer EREMA analysiert mit Qlik Daten aus SAP, SharePoint, Excel und Oracle. Rund 150 Anwender aus Vertrieb, Marketing, Service, Produktion, Logistik, Disposition, IT, Forschung & Entwicklung sowie die Geschäftsführung nutzen Qlik-Applikationen für bessere unternehmerische Entscheidungen. 

Der Kunde

EREMA ist die weltweite Nummer eins in der Entwicklung und Erzeugung von Kunststoffrecyclingmaschinen und Systemkomponenten. 1983 als Pionier der Branche gestartet, sind mittlerweile mehr als 5 000 der Systeme rund um den Globus im Einsatz. Rund 500 Mitarbeiter sind am Hauptsitz in Mansfeldern/Österreich, in Tochterunternehmen in den USA, China und Russland sowie in mehr als 50 Landesvertretungen auf fünf Kontinenten für die EREMA Group tätig.  

 

Ausgangssituation

„Immer bessere, leistungsfähigere Technologien zu entwickeln, ist unser Ansporn“, so das Credo von EREMA. Das spiegelt sich nicht nur in der fortlaufenden Entwicklung neuer Recyclingsysteme und der Perfektionierung bestehender Maschinen, sondern auch in der kontinuierlichen Optimierung betriebswirtschaftlicher Prozesse: So modernisierte EREMA seine IT-Umgebung mit der Einführung von SAP als ERP-System. In der Folge wollte der Maschinenbauer außerdem den Mehrwert seiner wertvollen Unternehmensdaten noch besser nutzen, wie Marko Krczal, Head of ICT der EREMA Group, erläutert: „Wir haben zunächst damit begonnen, Auswertungen direkt in SAP vorzunehmen. Allerdings war das ein recht mühsamer und zeitaufwendiger Prozess.“

Gesucht wurde daher eine anwenderfreundliche, flexible Business-Intelligence-Lösung, die Mitarbeiter auf Fachbereichsebene eigenständig einsetzen können. „Wir wollten zunächst einmal lernen, wie man sinnvoll mit Daten umgeht, und uns schrittweise dem Thema BI nähern“, so Krczal weiter. „Wichtig war uns daher, eine Lösung zu finden, mit der wir kleine, einfach zu realisierende Auswertungen ebenso abbilden können wie später dann auch große, komplexe Themen. Und mit der wir Daten aus jeder beliebigen Datenquelle anbinden können, zum Beispiel aus SAP, SharePoint, Excel etc.“ 

 

Lösung

Durchsetzen konnte sich im Rahmen der Evaluierung die Datenanalyselösung Qlik. „Ich habe mir die kostenlose Demoversion von Qlik heruntergeladen und eine kleine Applikation für die IT gebaut. Basis waren Personalstamm-, Rechnungs- und Ticketdaten aus Subsystemen, die wir in unserer Abteilung verwenden“, so Krczal. „Ich war begeistert, wie einfach und schnell ich als Datenbankentwickler mit SQL-Kenntnissen zu einer recht mächtigen Analyseapplikation gekommen bin.“

Die Projektrealisierung übernahm der Qlik-Resell- & Implementierungspartner heldendaten. Der als Qlik Elite Solution Provider zertifizierte IT-Dienstleister verfügt mit mehr als 15 Jahren Erfahrung und über 200 umgesetzten Qlik-Projekten über eine fundierte technologische Expertise in Sachen Qlik sowie ein breites Know-how über Kennzahlen und Prozesse verschiedenster Branchen. „Und die Chemie zwischen heldendaten und uns stimmte“, ergänzt Krczal. „Für uns ist diese soziale Komponente ein ganz wesentlicher Aspekt. Wir brauchen einen Partner, der versteht, wie wir ticken, der vom gleichen Schlag ist – und der den Ehrgeiz und die Kreativität hat, uns eine Lösung zu bauen, die wirklich genau zu uns und unseren Anforderungen passt. Mit dieser lösungsorientierten, technisch und betriebswirtschaftlich versierten Arbeitsweise hat uns heldendaten wirklich beeindruckt. Inzwischen entwickeln wir die Lösung weitestgehend intern weiter und nehmen fallweise einen zielführenden Workshop-Tag oder eine Telefonsession mit heldendaten in Anspruch, wenn unsere personellen Ressourcen knapp sind oder wir eine komplexe Anforderung umsetzen wollen.“

Neben der Implementierung und Unterstützung bei der Applikationsentwicklung übernahm heldendaten auch die Schulung der Mitarbeiter im Umgang mit Qlik. 

Einsatzbereich und Nutzen

Als erste Businessapplikation wurde für den Vertrieb eine Angebots- und Auftragseingangsanalyse realisiert, inklusive einem Komponentenüberblick mit Preisen und Langtextinformationen. Mittlerweile läuft das vollständige Vertriebsreporting über QlikView. Auch die Geschäftsleitung informiert sich über diese Applikation über die wichtigsten Vertriebskennzahlen. 

Zur Verfügung stehen inzwischen Anwendungen für nahezu jeden Unternehmensbereich. Insgesamt haben rund 150 Mitarbeiter in Österreich und den USA Zugriff auf die BI-Lösung: Die Logistik verwendet eine Qlik-Applikation für die Lieferantenbeurteilung, etwa hinsichtlich Qualität, Termintreue, Mengentreue, Einhaltung der Versandvorschriften oder Früherkennung von Lieferkapazitätsengpässen aufgrund aktuell geplanter Projekte. In der Disposition werden Verbrauchsentwicklungen und Bedarfszu- und -abgänge ausgewertet. Abrufbar sind zudem Lagerkennzahlen, etwa die Anzahl der Lagerbewegungen, die Lagerumschlagshäufigkeit. Die Abteilung Forschung und Entwicklung nutzt QlikView für Auswertungen von Messdaten aus einer Oracle-basierten Versuchsdatenbank. Im Marketing kommt Qlik für Marktbewertungen und Webanalysen zum Einsatz. 

In der IT wird eine Applikation für das Ticketreporting genutzt, des Weiteren Auswertungen und Informationsdarstellungen für das Anforderungsmanagement. Auch die gesamten Berechtigungsobjekte aus dem Active Directory, SAP, Oracle etc. werden in Qlik abgebildet, um sofort Aussagen treffen zu können, welche Berechtigungen ein einzelner User hat. 

In der Produktion unterstützt Qlik die Planung der jährlich rund 400 Projekte. „Hier geht es darum, zu erkennen, wann es in welchen Abteilungen zu Kapazitätsengpässen kommen wird, was wir unter Zuhilfenahme von Vergangenheitswerten berechnen können, um daraus abzuleiten, wann wir welche Maßnahmen ergreifen müssen, um dem entgegenzuwirken“, erklärt Krczal.

Eine weitere Herausforderung, die EREMA mit Qlik meistert, ist die Optimierung der Stammdatenqualität. Die Idee zu der Qlik-App entstand im Service- und Supportbereich. Anlass war die Einführung eines Webshops für Ersatzteile. Zunächst wurden abteilungsübergreifend Definitionen festgelegt, welche Informationen zwingend in einen Datensatz bzw. Prozess gehören. Fehlt eine solche Information, entsteht ein Fehlerbild. Das Monitoring dieser Fehlerbilder erfolgt über Qlik. Ziel ist es, die Fehlerzahl je nach Bereich bei null oder im niedrigen Bereich zu halten. Beispielsweise muss bei einer bestimmten Materialart immer ein Foto dabei sein, damit Kunden und vor allem der Zoll die Teile und zugehörigen Informationen auf dem Lieferschein direkt identifizieren können. Ebenso dürfen bei lagerfähigen Materialien Brutto- und Nettogewicht nicht fehlen. „Wir leiten täglich alle Stammdaten aus SAP und anderen Systemen aus und prüfen sie im Ladescript gegen rund 350 Fehlermodelle“, erläutert Christoph Krump, Head of After Sales – Spare Parts Business bei EREMA. „Die gefundenen Fehler werden in Diagrammform beim Einstieg in das Datenblatt ‚Stammdaten‘ gezeigt und stehen in Listenform zur Verfügung, über die eine einfache vernetze Suche ermöglicht wird. Die Mitarbeiter sehen sofort, wo eine Information fehlt oder fehlerhaft ist. Über einen definierten Prozess ist von Vornherein festgelegt, wer sich eigenständig direkt darum kümmern muss, diesen Fehler zu bereinigen. Wir haben damit eine hohe Korrekturmotivation und damit eine gestiegene Stammdatenqualität erreicht.“

„Diese Applikation ist für mich das beste Beispiel, wieviel mehr an Wert man aus seinen Daten holen kann, wenn man das richtige Instrument hat. Dabei geht es gar nicht um besondere technologische Herausforderungen, die wir mit Qlik meistern konnten oder datenintensive Anwendungen, sondern um die Flexibilität der Lösung, sämtliche Daten in tatsächlich jede Richtung zu untersuchen und zu kombinieren“, sagt Krczal abschließend. „Damit schaffen wir Applikationen, die wirklich am Bedarf der Mitarbeiter orientiert sind – entsprechend hoch ist die Akzeptanz der Lösung bei uns. Dies war bei einem Unternehmen wie EREMA, das in der Vergangenheit nicht gerade Kennzahlen gesteuert war, nicht selbst verständlich. Hauptsinn war auch: Daten nicht so zu präsentieren wie man diese konsumieren kann, sondern wie man diese optische konsumieren will!“

 

Zukunft

In Zukunft soll in Qlik ein Informationscockpit für Servicemitarbeiter realisiert werden. Ebenso sind Applikationen für den Finanzbereich in Planung.